• Finales

    Noch ist es etwas früh, dennoch:

    Ich wünsche meinen LeserInnen ein fröhliches neues Jahr 2006!
    Wenn du wissen möchtest, was das Jahr dir bringt, so befrage das Orakel.

    Hiermit schließe ich meinen blog bei blog.de.
    Ab dem kommenden Jahr kannst du facettenauge bei blogspot.com/blogger.com lesen.

  • Sehenswertes

    The box by Ellen

  • Inspirierendes

    Neben Papiermechanik habe ich ein Faible für Puppen. Nein, kein Käthe-Kruse-'Kitsch', sondern für die absonderlichen, deformierten, eigenartigen Puppen, wobei die von

    Sigikid (moonshine gang) noch harmlos sind/waren.
    Hier sind einige der Figuren, die wirklich sensationell sind:

    Big Man von Mimi Kirchner,


    zarte, zerbrechliche, aber auch düstere Figuren aus den Whalfishstudios,


    albtraumhafte, dennoch faszinierende Puppen von Scott Radke

    und zuletzt mein Waldmensch

    Er sieht mir heute jedoch etwas zu glatt aus. Die nächsten Puppen werden anders aussehen.

  • Feierndes

    O, könnte es doch nur so weitergehen. Ich feiere so gerne und werde und werde nicht müde...
    2 Stunden in der Küche stehen, neue Rezpte ausprobieren, mit viel Gutem, wie Sahne, Mandeln, Wein, Gewürzen, Honig und Fleisch herumhantieren. All das bildet schon beim Kochen ein Feuerwerk der Aromen.
    Dann - husch, husch, flugs dekorieren, decken, Geschirr bereit stellen, Kerzen anzünden, sich noch umziehen, Schmuck anziehen, schminken.
    Ach, es klingelt schon - hallo, ja, die Jacken könnt ihr ins Schlafzimmer auf's Bett legen. Etwas zu trinken?
    Gemeinsames Essen, kurzer Rückzieher meinerseits (bin nun für wenige Minuten nicht mehr ansprechbar), probiere meine Kreationen, trinke Wein und genieße.
    Nettes Plaudern hier und dort, gemeinsam was sehen, hören, spielen.
    O, wie die Zeit vergeht...
    Tschüss! Bis demnächst.

    Gemeinsam auf das Sofa fallen, mit einem Glas Wein, leicht erschöpft und etwas noch überdreht, zufrieden und glücklich.
    Reflektieren des Gewesenen.

    Meine Haare - nach solchen Aktionen machen sie, was sie wollen. Insbesondere lösen sich kleine Stränen zu 'Winkern'.

  • Rückblickend

    Jahresrückblicke überall - und ich mache mit!
    Seit 18 Jahren (!) setze ich mich am Ende des Jahres hin und fülle meine 'Jahrestabelle' aus. Damals habe ich mir mit meinen 13 Jahren folgende Stichpunkte überlegt:
    Jahr
    Größe (änderte sich zu der Zeit noch) und Gewicht
    Frisur
    Stil
    FreundInnen
    verliebt in (änderte sich auch - fast stündlich)
    Beziehung zu Eltern
    Liebelingsmusik
    Berufsvorstellungen
    allgemeine Lebenseinstellung
    erste Male

    Neben meinen Tagebüchern verfüge ich somit über eine Kurzübersicht (gerade über die turbulenten Zeiten, wie Pubertät) meines Lebens.
    Und wie sieht es dieses Jahr aus? Es hat sich nicht sooo viel getan.
    Außer zum Thema 'erste Male': Ich war mit meinen 31 Jahren zum ersten Mal alleine im Ausland (Irland) - spät, aber besser als nie.

  • Endliches

    Eben bei einer Tasse Tee und leckeren Christmas-Pudding-Muffins sinierten mein Mann und ich einmal wieder über das Sterben - ausgehend von einem Artikel aus der SZ/Wissen von vor einigen Wochen: Jeder Mensch hat eine ungefähre Idee, wann er vermutlich sterben wird. (Ausgenommen sind Unfälle und andere unvorhergesehene Todesfälle, wie Mord...) Forscher (leider kann ich hier - trotz Recherche - keine Quellen finden) konnten nachweisen, dass diese Vermutungen oftmals zutreffen. Hintergrund hierfür sind das 'Wissen' eines jeden über seine biologische Fitness.
    Nun ja, wie auch immer.
    Zumindest vermutete mein Mann, dass er mit 85 sterben werde und mich, maximales Alter ~ 80 Jahre (Selbsteinschätzung) überleben wird. Dies steht jedoch in Widerspruch zu dem recht konkreten Bild, das ich vor meinem inneren Auge sehe: begleitet von meinen beiden Kindern folge ich dem Sarg in dem er liegt. Ich sorge dafür, dass 'Komm, o Tod du Schlafes Bruder' von Bach und einiges aus dem Reqiem von Mozart auf seiner Beerdigung gespielt wird. Er meint, dass er ein ähnliches Bild vor Augen habe, wie er mich zu Grabe trägt.
    Wir werden warten und sehen müssen.

    Wann glaubst du ist dein biologisches Alter erreicht?
    Oder ist die Frage zu unheimlich/kritisch, als dass sie gestellt werden sollte?

  • Weckendes

    So kündigen sie sich immer an: leises Getrappel, das immer lauter wird, zunächst Gemurmel aus dem sich mehr und mehr einzelne Satzfetzen herausfiltern lassen.
    "Et is jo noch recht frisch hück morje..." "Dunn dir doch jet an." "Ich han nix mieh." "Luur ens - wat schön."
    WandererInnen um die 60 Jahre ziehen in direkter Nähe zu unserem Schlafzimmerfenster heerscharengleich den Weg am Marienbilderstock hoch zum Petersberg/Siebengebirge herauf.
    Es ist Sonntag ~9 Uhr. Ich bin hellwach.
    Wie dankbar bin ich immer, wenn es sonntags morgens regnet, ja schüttet. Dann verstummen die Stimmen und wir können in Ruhe ausschlafen.

    Weitaus skurriler ging es eines Samstags morgens in der vorösterlichen Zeit los.
    Wieder einmal wurde ich von Schritten und Gemurmel geweckt. Doch was war das? Die vermeintlichen Wanderer blieben stehen. Es schien so, als ob sie direkt unter unserem Schlafzimmerfenster ständen.
    Eine kraftvolle Stimme mit einer Spur Pathos in ihr hob an: "So lass uns heute morgen die Kraft der Gemeinschaft spüren. Du hast uns hierher geführt, damit wir uns versammeln..."
    Gesang setzte ein. Zunächst vorsichtig, dann kräftiger: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind..." Neugeistliches Liedgut gesungen von einer kleinen Gruppe Katholiken vor dem Marienbildstock. Samstags morgens um ebenfalls ~9 Uhr.
    Katholisch sozialisiert wie ich bin entschied ich mich dafür mich nicht aufzuregen, sondern vielmehr in den Kanon miteinzufallen.
    Nun war auch mein Mann wach.

  • Besuchtes

    Ich habe LeGour in seiner Küche besucht und dort Rotwein getrunken und ein lauschiges Gespräch zu später Stunde geführt.
    War schön bei dir, Le Gour!

  • Gefaktes

    Die Zeit naht.
    In fast 14 Tage fahre ich in Skiurlaub (Appartment inkl. Sportclubangebote). Bei diesen Gruppenreisen trifft man dann auf Leute, deren dritte Frage dann ist: "Und was machst du so (beruflich)?" Bisher habe ich dann immer wahrheitsgetreu geantwortet: "Ich bin Lehrerin." (Seit 5 Jahren bin ich Lehrerin. Vorher habe ich ~ 6 Jahre Lehramt studiert. Eigenwahrnehmung geht über Fremdwahrnehmung. Ich bin eine Lehrerin, vehalte und kleide mich wie eine und sehe auch so aus...)
    Bei meinem Gegenüber: - Schublade auf, hinein damit und zu -
    Gegenfrage: "Und du?" "Ich habe Jura studiert [oder bin Ärztin, Pfarrerin, Soldat, Produktentwicklerin]..."
    Bei mir: - Schublade auf, hinein damit und zu -
    Das ist langweilig,
    - da oftmals einige der Vorurteile tatsächlich stimmen,
    - die Vorurteile, die man nicht bestätigt findet, sich so zurecht dreht, dass sie doch richtig sind,
    - man scheinbar direkt weiß mit wem man es zu tun hat und dementsprechend so zum Teil auch inhaltlich das Gespräch gestaltet...

    Viel spannender muss es sein das Gegenüber mit gefakten Biographien zu 'füttern'.
    Wie interessant wäre es zu antworten: "Ich bin Gärtnerin/Bestatterin/Versicherungsvertreterin/Friseurin..."
    Würden die anderen mich als solche wahrnehmen? ('Natürlich ist die eine Gärtnerin, die hat so was bodenständiges und erdverbundenes...') Würde ihre Fremdwahrnehmung und entsprechende Reaktionen zu einer veränderten Selbstwahrnehmung führen? Würde ich in Folge dessen Seiten an mir entdecken von denen ich gar nichts wusste?
    Die Zeit naht. Ich habe noch 15 Tage, um an einer gefakten Biographie zu stricken.
    Was wäre ausprobierenswert?

  • Skizzierendes

    Immer auf der Suche nach Gemeinschaftsprojekten im Internet (vgl. flickr, postsecret, 43 things) bin ich heute morgen in der 'New York Times' Beilage der Süddeutschen auf Swarmsketch gestoßen.
    Swarmsketch ist ein australisches Online-Projekt in dem mehrere Leute an einem Bild zu einem vorgegebenen Thema malen. Damit das Bild/der Bildschirm nicht irgendwann vollständig mit Strichen bedeckt und somit schwarz ist, gibt es einige Regeln:
    1. Du darst nur einen Strich in einer bestimmten Länge malen.
    2. Danach stimmst du ab, welche der bisherigen Striche deiner Meinung nach wichtig sind oder welche gelöscht werden können. Die wichtigen Striche werden dicker und dunkler, die unwichtigen dünner und blasser, bis sie schließlich verschwinden.
    Übrig bleibt nach 1000 Linien ein Bild. Die Ergebnisse sind interessant zu sehen.
    Shark attack 9.9.2005
    So weit ist die Globalisierung fortgeschritten, dass - egal woher die TeilnehmerInnen kommen (neben vielen Leuten aus aller Welt, vielen aus den USA und GB - und vielen Deutschen) - man scheinbar eine gemeinsame Vorstellung von einem Bildthema hat.
    Der evolutionäre Charakter des Vorhabens ist jedoch das Faszinierendste!

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